Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel/Lehre

Aus Textlinguistik

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Sommersemester 2010

Seminar: „Die Macht des Wortes: Gewalt der Sprache und Gewalt durch Sprache“

Modul „Angewandte Textanalyse“ (B-GSW-11).

2 Std. Mi 8.30-10.00 in Carl-Zeiß-Str. 3, SR 223 (Veranstaltungsnummer: 40697)

Persönliche Anmeldung für Referatsthema per E-Mail vor Semesteranfang erforderlich!


Referatsthemen:

1. Die Macht des Wortes: „Ehrenmord“ und die Unwörter des Jahres - Brisante Wörter und Lexem-Analysen – Wie „demagogisch“ sind Bedeutungen und Konnotationen? (28. 04. 2010)

2. S …! Tabuisierung als sprachkulturelles Phänomen? Zur Semantik und Pragmatik des Unaussprechlichen oder Warum bestimmte Wörter im öffentlichen Sprachgebrauch unbedingt vermieden werden (05. 05. 2010)

3. Namen und Persuasion – Wie wirken Eigennamen? Affektive Komponenten der höflichen und unhöflichen Anrede (12. 05. 2010)

4. Kritisieren, Schimpfen, Beleidigen, Diskriminieren: Zur Unterscheidung von Sprachhandlungen zwischen Rationalität und Affektivität (Bsp. Diskurse über Geschlechtsspezifik und Sexismus) (19. 05. 2010)

5. BILD-Boulevard: Affektive Aspekte von Schlagzeilen der B-Presse – Bild dir nicht deine Meinung! (26. 05. 2010)

6. Andeutungen und die Macht des Ungesagten: Werbung und Jugendlichkeitswahn - Persuasive Strategien der Anti-Falten-Kosmetik-Texte und das Konzept von „Alter“ (02. 06. 2010)

7. „Jedem das Seine“, Bombenholocaust und Hühner-KZ – NS-Vergleiche in den Massenmedien und ihre (Aus)Wirkung auf kollektive wie individuelle Bewusstseinsprozesse (09. 06. 2010)

8. Terrorismus-Metaphern: Relativiert die Argumentation des massenmedialen Sprachgebrauchs die Gefahr von Terror? (16.6.10)

9. Andere (Text-)Welten – Zur Sprache des religiösen Fundamentalismus: z.B. Texte der „Kreationisten“ – „Radikale“ Realitäts-Konzeptualisie-rungen? (23.6.10)

Sie haben einen eigenen Vorschlag für ein Referatsthema zu einem Bereich/Korpus, der/das Sie besonders interessiert? Schreiben Sie mir (rechtzeitig, d.h. mindestens (!) 4 Wochen vor Semesteranfang) per E-Mail und erläutern kurz Ihr Anliegen!

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Vorlesung: „Sprache, Geist und Gehirn“

Modul „Sprache und Kognition“ (M-GSW-06). Die Vorlesung ist für alle interessierten Studierenden offen!

Di, 8.30-10.00 im UHG, HS 235 (Veranstaltungsnummer: 40699)

Wie und wo wird Sprache im Gehirn repräsentiert und verarbeitet? In welchem Verhältnis stehen Denken und Sprechen? Gibt es einen sprachlosen Geist? Wie erwerben Kinder Sprache? Welchen Aufschluss liefern uns Sprachstörungen (Aphasien) über die Sprachfähigkeit des Menschen? Welche Rolle spielt das Gedächtnis für die Sprachverarbeitung? Wie werden Wörter im mentalen Lexikon gespeichert und abgerufen? Was sind „Freudsche Fehlleistungen“? Mit diesen und weiteren Fragen wird sich die Überblicksvorlesung (die sich an alle interessierten Studierenden aller Studiengänge im Grund- und Hauptstudium richtet) beschäftigen. Die Sprache wird dabei als ein geistiges Kenntnissystem betrachtet, das im Gehirn des Menschen verankert ist. Neuro- und kognitionslinguistische sowie psychologische Befunde, Modelle und Theorieansätze der aktuellen Forschung werden vorgestellt und erörtert.

Grundlagenliteratur: Schwarz, M., 2008. Kognitive Linguistik. Dritte, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Tübingen: Francke (= UTB. 1636).

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Hauptseminar: „Sagen, Meinen und Verstehen – Kognitive Semantik und kommunikative Kompetenz“

Modul „Sprache und Kognition“ (M-GSW-06)

Di, 16.15-17.45 in Carl-Zeiß-Str. 3, SR des Instituts für Germanistische Sprachwissenschaft (ab 2. Woche!) (Veranstaltungsnummer: 50153)

Persönliche Anmeldung für Referatsthema per E-Mail vor Semesteranfang erforderlich!


Referatsthemen

1. Sagen, Bedeuten, Vermitteln: Zur Semantik der Sinne. Leicht süß, ganz mild, ähnlich wie Honig … Kommunikation über Geschmack und Geruch (27. 04. 2010)

2. Könnten Sie bitte mal Platz machen? Versus Ihre Existenz hindert mich am Weitergehen. Konventionelle und originelle Typen von direkten und indirekten Aufforderungen (04. 05. 2010)

3. Gedanken und Gefühle: Unterschiede und Gemeinsamkeiten – Kommunizieren über emotionale und kognitive Zustände (Bspl. Tod, Leid und Trauer) (11. 05. 2010)

4. Gemeinsame Lektüre-Sitzung ohne Referat: Über Grice hinaus – kognitive Implikaturen-Analyse (18. 05. 2010)

5. Emotions-Implikaturen (Äußerungen und Schlussfolgerungen über Sinneswahrnehmungen - Durst, Hunger, Kälte, Hitze etc.) (25. 05. 2010)

6. Ironie als indirekter Sprechakt – positive und negative Lesarten (Kritik versus Humorsignal) (01. 06. 2010)

7. Implikaturen: allgemeine und partikulare – Verlangt eine partikulare Implikatur zusätzliche kognitive Konstruktivität? (Bspl. innovative Metaphern) (08. 06. 2010)

8. Witz und Humor: Skripts im Konflikt? (15. 06. 2010)

9. Sind Inferenzen Implikaturen auf der Rezipientenseite? – Kognitive und emotionale Schlussfolgerungen beim Sprachverstehensprozess (Bspl.: kodierte Emotionen in Texten) (22. 06. 2010)

10. Freies Thema (29. 06. 2010)

Sie haben einen eigenen Vorschlag für ein Referatsthema zu einem Bereich/Korpus, das Sie besonders interessiert? Schreiben Sie mir (rechtzeitig, d.h. mindestens (!) 4 Wochen vor Semesteranfang) per E-Mail und erläutern kurz Ihr Anliegen!

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WS 2009/2010

Einführungsseminar TEXT

2 St Mi 8.30-10.00 in CZ 3, SR 221

Titel: „Einführung in die Textlinguistik“

Nummer: B-GSW-04

Was macht aus einer Aneinanderreihung von Sätzen einen (informativen oder spannenden oder unterhaltsamen oder beeindruckenden) Text? Und was läuft in unserem Kopf ab, wenn wir Texte lesen? Wie erschließen wir Gemeintes, aber nicht explizit Ausgedrücktes? In diesem Seminar werden die Fragen, Methoden und Theorien der aktuellen Textlinguistik an Hand von zahlreichen Beispielanalysen vermittelt und erprobt. Gemeinsam besprochen werden unter anderem der wissenschaftliche Text-Begriff, Bedingungen der Textualität sowie die Konstruktion von Kohärenz, die Implikaturen-Analyse sowie kognitive Prozesse des Textverstehens. Anwendungsorientierte Aspekte werden dabei stets an Hand von exemplarischen Übungstexten (aus der Literatur, den Medien und der Politik) berücksichtigt.

Zu Grundlagenliteratur und weiteren Informationen s. Homepage VOR der ersten Sitzung.

Tutorium zum Seminar (Tutor: John Reichel):

Mo 14.15-15.00 Uhr, Seminarraum des Instituts für Germanistische Sprachwissenschaft (Fürstengraben 30, Ecke zum Philosophenweg, grüne Holztür, 1. OG links)

Fr 9.15-10.00 Uhr, Carl-Zeiss-Straße 3 SR 129


!!Die Einführungsseminare „Text“ können erst nach erfolgreichem Abschluss der Proseminare zum „Wort“ besucht werden!!

aktualisiertes Handout

Literatur zu den Sitzungen 10 bis 13:

Sitzung 10: Schwarz 2000a, S.98-117.

Sitzung 11: Schwarz 2000b; Schwarz 2000a, S.129-132; Schwarz 2007a, S.235-239; Schwarz-Friesel 2007b, S.210-218.

Sitzung 12: Schwarz-Friesel 2006

Sitzung 13: Schwarz-Friesel 2007b, S. 222-233

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Vorlesung „Textanalyse und Textwissenschaft: Theoretische und anwendungsorientierte Grundlagen, Aspekte und Fragen“

2 St Di 8.30-10.00 im UHG in HS 235

Modultitel „Angewandte Textanalyse“

Nummer: B-GSW-11

In der textorientierten Linguistik geht es um die Fragen, wie Texte produziert und rezipiert werden, nach welchen Regeln sie aufgebaut sind und wie ihre Verwendung von kognitiven (und emotionalen) Faktoren determiniert wird. Neben der Theorie der modernen Textwissenschaft werden Aspekte der medialen Verwendung (Sprache in den Massenmedien), der kognitiven Verarbeitung (Metaphernverstehen, Leseprozesse und Textverstehen) sowie der anwendungsorientierten Textanalyse (Politische Sprache, Persuasion und Werbung) vermittelt und an Hand von Übungstexten exemplarisch besprochen. Zunächst werden Methoden, Theorien und Modelle der aktuellen Textlinguistik in einem Überblick vermittelt: Thematisiert werden u. a. Kommunikationsmodelle, Sprechakt- und Implikaturentheorie Prozesse des Sprachverstehens, Bedingungen von Textualität und Kohärenz, Textsorten und Thema-Rhema-Strukturen sowie Leseprozesse. Auf diesen Kenntnissen aufbauend werden dann Analysen und Ergebnisse anwendungsorientierter Bereiche erörtert.

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Hauptseminar „Verbal-Antisemitismus: Stereotype, Argumente und sprachliche Strategien“

2 St. Mittwoch, 16-18 Uhr in CZ 221

Modultitel: „Angewandte Textanalyse“

Nummer: B-GSW-11

Persönliche Anmeldung für Referatsthema per E-Mail vor Semesteranfang erforderlich!

Wann ist eine Äußerung als antisemitisch einzustufen? Mit welchen wissenschaftlichen Kriterien können wir Verbal-Antisemitismus beschreiben? In diesem Seminar werden die Charakteristika aktueller antisemitischer Äußerungen textlinguistisch und pragmatisch analysiert sowie die zu Grunde liegenden konzeptuellen Stereotype erörtert. Die Macht der Sprache wird als Gewalt durch Sprache transparent gemacht. Dabei wird insbesondere auch die Relevanz impliziter, über Implikaturen zu erschließender Vorurteilskomponenten thematisiert. Diskutiert wird, inwiefern einerseits bestimmte traditionelle Stereotype erhalten und sprachlich kontinuierlich wiederholt werden, zum anderen Formen des Antisemitismus in neuen Ausdrucksvarianten auftreten. Die Teilnehmer(innen) sollen sich rechtzeitig über die Referatsthemen (s. Homepage und Aushang vor meinem Zimmer) informieren und sich bereits einige Wochen vor Semesteranfang für das von Ihnen gewählte Thema persönlich per Mail anmelden.

Referatsthemen

(Referate beginnen ab Anfang November)

1. Extremistischer Antisemitismus: Die Sprache der Neonazis und Rechtsradikalen (z.B. Liedtexte von Neonazis und Homepagetexte der NPD)

2. Implizite Radikalität: Implikaturenanalyse von Texten aus der „Jungen Freiheit“

3. Implizite Radikalität: Implikaturenanalyse

4. Populistischer Antisemitismus: u.a. Walsers „Auschwitzkeulen-Argumentation“, Hohmanns Rede vom Tätervolk und Möllemanns Verbalattacken auf Friedmann

5. Religiöser Fundamentalismus und Antisemitismus: das katholische Magazin „Kreuznet“

6. Internetforen und Chat: Kommentare zum Zentralrat der Juden

7. „Du Jude!“ als Schimpfwort ?! (Kommunikationsanalysen/Fragebogenanalysen), u.a. Broder-Korpus

8. Linksextremistische und linke Manifestationsformen: Anti-Zionismus und Antisemitismus (z.B. Texte aus der „Roten Fahne“ und www.jungewelt.de)

9. Anti-Israelismus: der „neue“ Antisemitismus der Mitte (massenmediale Texte; z.B. „Expertenkommentare“)

10. Anti-Israelismus: ausgewählte Texte aus der „Unique“

Sie haben einen eigenen Vorschlag für ein Referatsthema zu einem Bereich/Korpus, das sie besonders interessiert? Schreiben Sie mir (rechtzeitig, d.h. mindestens (!) 4 Wochen vor Semesteranfang) per E-Mail und erläutern kurz Ihr Anliegen!

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Hauptseminar „Sprache, Kognition und Emotion“

2 St. Dienstag, 16-18 Uhr, CZ 3, SR 221

Modultitel „Sprache und Kognition“

Nummer: M-GSW-06

Persönliche Anmeldung für Referatsthema per E-Mail vor Semesteranfang erforderlich!

In diesem Seminar wird die Interaktion sprachlicher, emotionaler und kognitiver Kenntnis- und Prozesskomponenten besprochen. U.a. werden dabei die folgenden Fragen erörtert: Was sind Emotionen und wie lassen sie sich wissenschaftlich untersuchen bzw. beschreiben? Welchen Einfluss haben Emotionen auf geistige und sprachliche Prozesse? Welche Ausdrucks-möglichkeiten für Gefühle bietet die Sprache lexikalisch, syntaktisch und textuell? Inwieweit muss die Referenztheorie, die sich mit dem Zusammenhang „Sprache, Bewusstsein und Welt“ beschäftigt, Emotionen berücksichtigen?

Die Teilnehmer(innen) sollen sich rechtzeitig über die Referatsthemen (s. Homepage und Aushang vor meinem Zimmer) informieren und sich bereits einige Wochen vor Semesteranfang für das von Ihnen gewählte Thema anmelden. Grundlagenliteratur: Schwarz-Friesel, M., 2007. Sprache und Emotion. Tübingen: Francke (UTB 2939).

Referatsthemen

(Referate beginnen ab Anfang November)

1. Pejorative und meliorative Referenz auf Personen: Denotations- und Konnotationsanalysen ausgewählter Lexeme (wie z.B. Tussi, Volltrottel, Blondine, Moralapostel, Rubensfrau, Vollblutpolitiker)

2. Bewertung von referenziellen Sachverhalten: z.B. flennen, labern, schludern, giften, nörgeln

3. Referenz auf geistige Vorgänge und die semantische Struktur von Doppelpropositionen: glauben, hoffen, befürchten, ahnen

4. Einstellungen vermitteln: zur Funktion von Modalwörtern (z.B. bloß, endlich, leider)

5. Intensitätskodierung: voll krass - Tausend Mal habe ich versucht, Dich zu erreichen

6. Sprachliche Höflichkeit: kognitiv oder emotional?

7. Hätte ich bloß Linguistik studiert! Optativsätze und Exklamativsätze

8. Indirekte Sprechakte: Implizite expressive Bedeutungen und emotionsbasierte Implikaturen

9. Indirekte Sprechakte: Ironie - kognitive und / oder emotionale Bewertung?

10. Kritisieren, schimpfen, beleidigen, diskriminieren: expressive Sprechakte?


Sie haben einen eigenen Vorschlag für ein Referatsthema zu einem Bereich/Korpus, das sie besonders interessiert? Schreiben Sie mir (rechtzeitig, d.h. mindestens (!) 4 Wochen vor Semesteranfang) per E-Mail und erläutern kurz Ihr Anliegen!

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Doktorandenkolloquium

1 St Mi 15.00-16.00 im Seminarraum des Instituts

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Seminar: Sprache und Politik

Dozentin: Eva Leuschner (MA)

Zeit: Mo 16.00 – 18.00 Uhr

Die Veranstaltung findet wöchentlich ab dem 19. Oktober 2009 statt ! ! !

Im Vordergrund des Seminars steht die kontrovers diskutierte Frage, welchen Einfluss medial verbreitete Texte zu politischen Sachverhalten, bspw. Krisenberichterstattung, auf den (semi-)öffentlichen Diskurs haben. Besteht eine Konvergenz zwischen Mediendiskurs und Rezipientenäußerungen und wenn ja, welcher Art? Welche (persuasiven) Textstrategien werden verwendet, wie wird argumentiert, welchen Einfluss haben Perspektivierung und Emotionalisierung auf die Rezipienten bzw. welche Aspekte werden von Rezipienten für ihre eigene Argumentation oder Einstellungsbekundung herausgegriffen und welche werden ausgeblendet? Methodisch bilden die Annahmen der kognitiven Linguistik den Rahmen für die vergleichenden Textanalysen (s. SCHWARZ-FRIESEL, M., 2008. 3. Auflage. Einführung in die kognitive Linguistik. Tübingen: Francke. sowie SCHWARZ-FRIESEL, M., 2007.Sprache und Emotion, Tübingen: Francke.). Dieses Seminar richtet sich an Studierende der Pragmatik und Textlinguistik und insbesondere an Besucher der Hauptseminare von Prof. Schwarz-Friesel sowie Abschluss- bzw. Examenskandidaten.

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SS 2009

Vorlesung: Sprache, Geist und Gehirn

2 St Di 8.30-10.00, UHG HS 235

Modultitel: „Sprache und Kognition“

Nummer: M-GSW-06

In welchem Verhältnis stehen Denken und Sprechen? Gibt es einen sprachlosen Geist? Wie erwerben Kinder Sprache? Wie und wo wird Sprache im Gehirn repräsentiert und verarbeitet? Welchen Aufschluss liefern uns Sprachstörungen (Aphasien) über die Sprachfähigkeit des Menschen? Welche Rolle spielt das Gedächtnis für die Sprachverarbeitung? Wie werden Wörter im mentalen Lexikon gespeichert und abgerufen? Mit diesen und weiteren Fragen wird sich die in die Kognitive Linguistik einführende Überblicksvorlesung (die sich an alle interessierten Studierenden im Grund- und Hauptstudium richtet) beschäftigen. Die Sprache wird dabei als ein geistiges Kenntnissystem betrachtet, das im Gehirn des Menschen neuronal verankert ist. Neuro- und kognitionslinguistische Befunde, Modelle und Theorieansätze der aktuellen Forschung werden vorgestellt und erörtert.

Grundlagenliteratur: SCHWARZ, M., 2008. Kognitive Linguistik. 3. Auflage. Tübingen: Francke (UTB).

Programm | Literatur

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HS: "Die Macht des Wortes: Gewalt der Sprache und Gewalt durch Sprache"

2 St. Mittwoch, 16-18 Uhr, CZ 3, SR 225

Modultitel: „Angewandte Textanalyse“

Nummer: B-GSW-11

Sprache vermittelt und beeinflusst Bewusstseinsinhalte, steuert Meinungs-bildungsprozesse, transportiert bzw. schürt emotionale Vorurteile und/oder weckt persuasiv Begehrlichkeiten: Mittels Sprache üben wir Macht aus. In diesem Seminar werden wir anhand unterschiedlicher Bereiche (aus der Alltagskommunikation wie auch aus der Politik, der Werbung etc.) Aspekte des manipulierenden und emotionalisierenden Sprachgebrauchs genauer betrachten und gemeinsam diskutieren. Die Teilnehmer(innen) sollen sich rechtzeitig über die Referatsthemen (s. Homepage und Aushang vor meinem Zimmer) informieren und sich bereits einige Wochen vor Semesteranfang für das von Ihnen gewählte Thema anmelden.

Grundlagenliteratur: SCHWARZ-FRIESEL, M., 2007. Sprache und Emotion. Tübingen: Francke (=UTB 2939).

Referatsthemen | Literatur

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HS: „Textverstehen und Textverständnis: Kognitive und emotionale Aspekte“

2 St. Dienstag, 16-18 Uhr, CZ 3, SR 224

Modultitel „Linguistische Texttheorie“

Nummer: M-GSW-05

In diesem Seminar geht es um den Prozess des Lesens. Aus linguistischer und psychologischer Perspektive werden Modelle dieses geistigen, aber auch emotional geprägten Vorgangs vorgestellt und diskutiert. Anhand von zahlreichen Textbeispielen aus den verschiedensten Bereichen der literarischen und nicht-literarischen Kommunikation werden spezifische Aspekte und Probleme des Textverstehens erörtert. Dabei sollen auch die Verständlichkeit von Texten sowie die Unterscheidung zwischen dem Lesen und dem Interpretieren von literarischen Texten sowie die Komponente der Empathie des Lesers besprochen werden. Die Teilnehmer(innen) sollen sich rechtzeitig über die Referatsthemen (s. Homepage und Aushang vor meinem Zimmer) informieren und sich bereits einige Wochen vor Semesteranfang für das von Ihnen gewählte Thema anmelden.

Grundlagenliteratur:

SCHWARZ-FRIESEL, M., 2007. Sprache und Emotion. Tübingen: Francke (=UTB 2939), Kap. 2.3 und 6.

SCHWARZ, M., 2008. Kognitive Linguistik. 3. Auflage. Tübingen: Francke (UTB), Kap. 5.

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Seminar: „TEXT“

2 St Mi 8.30-10.00 in CZ 3, SR 224

Titel: „Einführung in die Textlinguistik“

Nummer: B-GSW-04

Was macht aus einer Aneinanderreihung von Sätzen einen (informativen oder spannenden oder unterhaltsamen oder beeindruckenden) Text? Und was läuft in unserem Kopf ab, wenn wir Texte lesen? In diesem Seminar werden die Fragen, Methoden und Theorien der aktuellen Textlinguistik anhand von zahlreichen Beispielanalysen vermittelt und erprobt. Gemeinsam besprochen werden unter anderem der wissenschaftliche Text-Begriff, Bedingungen der Textualität sowie die Konstruktion von Kohärenz, die Implikaturen-Analyse sowie kognitive Prozesse des Textverstehens. Anwendungsorientierte Aspekte werden dabei stets anhand von exemplarischen Übungstexten (aus der Literatur, den Medien und der Politik) berücksichtigt. Zu Grundlagenliteratur und weiteren Informationen s. Homepage.

!!Die Seminare „Text“ können erst nach erfolgreichem Abschluss der Proseminare zum „Wort“ besucht werden!!

Tutorien zur Textlinguistik im SS 09:
Mo, 16-18, UHG 275 (ab 27.4.)
Do, 16-18, UHG 276 (ab 23.4.)
Tutorin: Franziska Patzig

Neue Lehrveranstaltung ab 6.5.09:
Dr. Manfred Consten
Beratung für Teilnehmer/innen textlinguistischer Einführungs- und Hauptseminare. In dieser Veranstaltung können textlinguistische Probleme geklärt und vertiefende Diskussionen geführt werden.
Mi 12-14 Uhr, Fürstengraben 28 (Timmler-Pavillon, neben dem Institut für germanistische Sprachwissenschaft), 1. OG.

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